Licher SPD auf Luthers Spuren

Trotzdem die starken Regenschauer in den frühen Mittagsstunden den Auftakt des Sommerprogramms der Licher SPD im wahrsten Sinne des Wortes zu verhageln drohten, folgten viele Bürger der Einladung der Licher Genossen, den Lutherweg zwischen Ober-Bessingen und Lich zu erkunden. An dem historischen Torhaus begrüßte Julien Neubert, Vorsitzender der Licher SPD, die Gäste und stellte das Sommerprogramm vor. Neben einigen Wanderfreunden konnte Neubert Pfarrer Lutz Neumeier, Stadtrat Franz-Gerd Richarz, Landrätin Anita Schneider sowie den SPD-Unterbezirksvorsitzenden Matthias Körner begrüßen, der am Tag zuvor seine Absicht verkündete, die Nachfolge des Bundestagsabgeordneten des Wahlkreises Gießen/Vogelsberg, Rüdiger Veit, antreten zu wollen. Landrätin Schneider bedankte sich für die Einladung und erklärte, wie sich der Tourismus im Gießener Land in den vergangenen Jahren entwickelte. Zwar sei der Tourismus in Mittelhessen nicht mit dem Schwarzwald oder der Bodenseeregion zu vergleichen, allerdings habe sich der Tourismus auch bei uns mittlerweile zu einem wirtschaftlichen Faktor gemausert. Dem konnte Stadtrat Richarz nur beipflichten und stellte in einem kurzen Referat dar, welche Konzepte mit den Bürgern vor Ort erarbeitet wurden, um das historische Torhaus in Ober-Bessingen erhalten und für die Allgemeinheit nutzbar machen zu können.
Bevor die eigentliche Wanderung begann führte Karl-Heinz Römer die Wandergruppe durch die Ober-Bessinger Kirche und zeigte dabei auf, was die kleine Kirche zu einem wahren Kunstschatz macht. Als dann schließlich alle Regenwolken verzogen waren und die Sonne strahlte, setzte sich die Wandergruppe Richtung Lich in Bewegung. Sachkundig wurde die Gruppe von Pfarrer Neumeier geführt, der einiges zu Martin Luther, zu dessen Leben und seiner Reise zum Wormser Reichstag im Jahre 1521 zu berichten wusste, die auch durch Licher Lande führte. Da Neumeier auch viele Recherchen über die Geschichte der Region betreibt, wusste er auch einiges über die Dörfer zu erzählen, die einst zwischen Nieder-Bessingen und Lich lagen und im Laufe der Zeit aufgegeben wurden.
An der Wüstung Hausen angekommen wartete auf die Wanderer eine kleine Erfrischung. Unglücklicherweise setzte hier auch wieder der Regen ein. „Da wir von der Licher SPD uns angesichts des doch recht durchwachsenen Sommers auf diesen Fall vorbereitet haben, können wir unseren Gästen anbieten, Sie von hier aus nach Hause fahren zu lassen“, verkündete Julien Neubert gegenüber den Wanderern und diese nahmen das Angebot gerne an. „Ich freue mich, dass wir nach dem vielen Regen heute dann doch eine so schöne Wanderung und so viele tolle Gespräche hatten“, bekräftigte Manfred Weber, der die treibende Kraft bei dem Sommerprogramm der Licher SPD ist, und fügte hinzu: „Und einen Fahrservice bis vor die Haustür hat man ja auch nicht alle Tage“.