Licher SPD zu Gast bei der Kulturgenossenschaft

Das Themenfeld Kultur ist ein fester Bestandteil im Sommerprogramm der SPD Lich – so auch in diesem Jahr. Unter der Fragestellung „Was macht eigentlich eine Kulturgenossenschaft?“ lud der SPD-Ortsverein zu einer Begehung des sozio-kulturellen Zentrums „Kino Traumstern“/“Statt Gießen“ ein. Bei seiner Begrüßung der zahlreichen Gäste zeigte sich der SPD-Vorsitzende Dr. Julien Neubert erfreut darüber, dass mit dem Wachstum der Stadt sich auch die Kultur in ihrer ganzen breite weiterentwickle. Es sei Neubert zufolge nicht selbstverständlich, dass eine Stadt der Größe von Lich ein derartiges Kulturangebot aufweise. Während sich in nicht wenigen Orten ein Wachstum darin ausdrücke, dass diese zu reinen Schlafstätten verkommen, könne Lich mit einer lebendigen Kultur punkten. Dies sah auch der Ehrengast Thorsten Schäfer-Gümbel, Landes- und Fraktionsvorsitzender der hessischen SPD, so und unterstrich den enormen Stellenwert des sozio-kulturellen Zentrums im Herzen der Stadt für Lich und das gesamte Umland.

 

Bei der Besichtigung des Kinosaals beleuchtete Betreiber Hans Gsänger die heutige Auslastung des Kinos, gab Einblick in die geschichtliche Entwicklung und erörterte, welchen Herausforderungen ein Kinobetrieb im ländlichen Raum ausgesetzt ist. Es gebe immer weniger Kinostandorte, dafür aber immer mehr Leinwände. An dieser Stelle machte Schäfer-Gümbel, der auch Bundesvorsitzender des Kulturforums der Sozialdemokratie ist, deutlich, dass Kulturschaffende wie etwa die Betreiber des „Traumsterns“ ein ganz zentraler Faktor für die Attraktivität des ländlichen Raums seien. Gerade deshalb müsse das Thema Kultur bei Fragen der regionalen Entwicklung stets aufgerufen werden.

Bei einer Besichtigung der Kinokneipe „Statt Gießen“ stellten die Vorsitzende der Kulturgenossenschaft, Sabine Wagner, und der Aufsichtsratsvorsitzende, Michael Pieck, die Kulturgenossenschaft, die sich 2014 gründete, vor. Ziel der Kulturgenossenschaft sei es, das sozio-kulturelle Zentrum zu erhalten und weiterzuentwickeln. Dies sei bisher mit vielen Unterstützern gelungen, die nicht nur aus Lich kommen, sondern überall in Deutschland verteilt leben. Ganz ausdrücklich lobten Wagner und Pieck die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Lich. Bei der Vorstellung der Strukturen der Kulturgenossenschaft wurde allerdings nicht nur zurück geblickt, sondern auch ein Blick in die Zukunft gewagt. Die Kinokneipe verfügt über eine große Küche und derzeit diskutiert der Vorstand, ob diese Küche auch für eine über die „Statt Gießen“ hinausgehende Bewirtung – beispielsweise für ein Catering –  genutzt werden könnte. Schließlich wurde auch die Notwendigkeit eines zweiten Kinosaals beleuchtet. So hönge die Vergabe von Filmen mitunter von der Spieldauer ab. Diese von den Filmverleihern geforderte Spieldauer mit dem Anspruch eines Programmkinos zu vereinbaren, sei aber nicht immer einfach und immerhin sei das „Traumstern“ ein Programmkino, was regelmäßig auch auf Bundesebene durch Auszeichnungen von sich reden macht.

 

Die Abschlussveranstaltung des Sommerprogramms der SPD Lich beginnt am Freitag, den 27. Juli, um 15 Uhr am Rande des Langsdorfer Waldes (Verlängerung des Nonneröther Weges/Lauftreff Langsdorf) und widmet sich dem Thema "Stadtwald im Klimawandel“.