Themenbegehung zu Dorfentwicklung: SPD Lich unterwegs in Bettenhausen

Am Samstag, den 29. Oktober 2016, begrüßte Julien Neubert, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Lich, einige Besucher zur dritten Begehung im Rahmen der Themenreihe Stadtentwicklung an der Kirche in Bettenhausen. Nachdem sich die zwei vorausgegangenen Begehungen schwerpunktmäßig auf die Licher Innenstadt konzentrierten, stand das Thema Dorfentwicklung im Zentrum des dritten Ortstermins. Der Einladung der SPD folgten auch die Mitglieder des Ortsbeirates sowie Ortsvorsteher Michael Rückel.

Bei strahlendem Sonnenschein führte Pfarrer Hans Peter Gieß, der seit über 20 Jahren Pfarrer in der Kirchengemeinde Langsdorf und Bettenhausen ist und somit weiß, wo ganz konkret Handlungsbedarf ist, die Gruppe interessierter Bürger durch Bettenhausen. Gieß machte zunächst darauf aufmerksam, dass Bettenhausen trotz seiner geringen Einwohnerzahl ein sehr vielfältiges Vereinsleben aufzuweisen habe. Zeugnisse dieses Engagements konnten zu Beginn der Begehung im Bereich der Kirche bestaunt werden und begegneten unterwegs der Gruppe immer wieder an den unterschiedlichsten Stellen. Als nächstes führte der Weg zum Gemeindehaus. Hier wünschen sich die Bettenhäuser eine Ausbesserung der Rollstuhlfahrerrampe, deren Oberfläche viel zu glatt sei. Anders als in vielen anderen Dörfern, gibt es in Bettenhausen keine nennenswerten Leerstände zu beklagen.

Nach einem kurzen Fußmarsch zum Oberholz, nutzte die Gruppe eine Rast, um über eines der dringlichsten Themen auf dem Lande zu diskutieren – Mobilität. Für viele Bettenhäuser – von jung bis alt – stellt die nicht ausreichende Anbindung an die Kernstadt und die anderen Stadtteile ein ernsthaftes Problem dar.

Dass das Leben auf dem Lande auch viel Charme versprüht, wurde der Gruppe bei einer Einkehr bei Petra Stuhlmann deutlich gemacht. Auf dem liebevoll restaurierten Anwesen wohnen mehrere Paare, die sich ganz bewusst für Bettenhausen und für ein Dorfleben entschieden haben und sich stark in die Dorfgemeinschaft einbringen. Bei Kaffee und anderen Erfrischungsgetränken wurden dorfspezifische Themen, wie etwa das Gemeindeschwesterprojekt, die Nachbarschaftshilfe, Senioren-WGs und Überlegungen zur Nachverdichtung in den Dörfern diskutiert.

Nachdem das Dorfgemeinschaftshaus besichtigt und vor allem der Zustand des Gastraumes im Untergeschoss kritisch beleuchtet wurde, waren alle Gäste herzlich bei Carmen Körber – Stadtverordnete und Ortsbeiratsmitglied für die SPD – zu Kaffee und leckerem Kuchen eingeladen.

Die Licher SPD wird viele Eindrücke aus Bettenhausen in den Prozess der Stadtentwicklung mitnehmen.